Betroffene Einrichtungen
Bereich
Im Windows Update Stack von Microsoft wurde eine Link-Following-Schwachstelle identifiziert, die es einem lokalen Angreifer ermöglicht, seine Rechte auf dem betroffenen System bis zur SYSTEM-Ebene zu eskalieren. Da die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird (CISA Known Exploited Vulnerabilities), besteht akuter Handlungsbedarf. Windows-Systeme sind in nahezu allen Gesundheitseinrichtungen als Basis für klinische Arbeitsplätze, Server und medizintechnische Steuerungsrechner im Einsatz, sodass ein erfolgreicher Angriff den Zugriff auf Patientendaten, KIS-Anwendungen oder angeschlossene Medizingeräte ermöglichen kann. Die sofortige Bereitstellung des entsprechenden Microsoft-Sicherheitsupdates über WSUS oder Windows Update sowie eine Überprüfung der lokalen Benutzerrechte sind dringend empfohlen.
1 Aktuellen Windows-Sicherheitspatch von Microsoft für die Update-Stack-Komponente über Windows Update oder WSUS umgehend einspielen – Patchstand der betroffenen Systeme anhand des CISA-KEV-Eintrags prüfen und fehlende Updates priorisiert bereitstellen.
2. Lokale Benutzerrechte auf klinischen Arbeitsplätzen und Servern auf das Minimum beschränken (Least Privilege), um die Ausnutzbarkeit der Privilege-Escalation zu reduzieren.
3. Kritische Systeme (KIS-Server, PACS-Server, Patientenmonitoring-Infrastruktur) priorisiert patchen und bis zum Patch-Abschluss verstärkt auf anomale lokale Prozesse überwachen.
4. Endpoint-Detection-and-Response (EDR)-Lösungen auf allen Windows-Endgeräten auf aktuelle Signaturen prüfen und Alarme zu Privilege-Escalation-Versuchen aktivieren.
5. Vorfall- und Patch-Status gemäß internem Patchmanagement-Prozess dokumentieren; bei Hinweisen auf aktive Ausnutzung BSI-Meldepflicht gemäß NIS2 prüfen.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja