Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Schwachstelle im Arista Extensible Operating System (EOS) ermöglicht es Angreifern, manipulierte getunnelte Pakete so zu senden, dass der Switch diese fälschlicherweise dekapsuliert und weiterleitet. Dies kann zur Umgehung von Netzwerksegmentierungen führen und kritische klinische Systeme wie KIS, PACS oder Patientenmonitoring erreichbar machen. Da Arista-Switches in vielen Krankenhäusern als Core- oder Distributions-Switches eingesetzt werden, besteht ein erhöhtes Risiko für die Patientensicherheit und die Verfügbarkeit kritischer Infrastruktur.
1 Arista EOS auf die von Arista bereitgestellten gepatchten Versionen aktualisieren (Arista Security Advisory konsultieren und entsprechenden Patch-Stand einspielen).
2. Betroffene Switches identifizieren: Alle Arista-Geraete mit konfigurierten Tunnel-Decapsulation-IPs (z.B. VXLAN, GRE) inventarisieren und priorisieren.
3. Als sofortige Mitigationsmaßnahme ACLs oder Firewall-Regeln einsetzen, um unerwartete getunnelte Pakete an Decapsulation-IPs zu filtern, bis der Patch eingespielt ist.
4. Netzwerk-Traffic auf betroffenen Switches auf anomale Tunnelpakete prüfen (Syslog, NetFlow) und auf Anzeichen aktiver Ausnutzung untersuchen.
5. Netzwerksegmentierung prüfen: Sicherstellen, dass kritische Systeme (KIS, PACS, Patientenmonitoring) durch zusätzliche Segmentierung vor möglichem lateralen Traffic geschützt sind.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja