Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische Schwachstelle in Ivanti Endpoint Manager Mobile (EPMM) ermöglicht es einem remote authentifizierten Administrator, beliebigen Code auf dem betroffenen System auszuführen. Da EPMM zentral zur Verwaltung mobiler Endgeräte eingesetzt wird, kann eine erfolgreiche Ausnutzung die Integrität des gesamten Mobilgeräte-Ökosystems der Einrichtung gefährden, einschließlich klinisch genutzter Geräte mit Zugang zu Patientendaten. Die Schwachstelle ist laut CISA aktiv ausgenutzt und erfordert sofortigen Handlungsbedarf.
1 Ivanti EPMM sofort auf die aktuell gepatchte Version aktualisieren (Ivanti-Sicherheitsadvisory prüfen und entsprechenden Patch einspielen).
2. Administrativen Zugang zu EPMM auf das absolute Minimum beschränken und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für Admin-Konten erzwingen.
3. EPMM-Administrationsschnittstelle vom allgemeinen Netzwerk isolieren und ausschließlich über gesichertes Management-VLAN oder VPN erreichbar machen.
4. Protokolle und Audit-Logs der EPMM-Instanz auf verdächtige administrative Aktivitäten oder unbekannte Remote-Befehle der letzten 90 Tage prüfen.
5. Falls kein sofortiges Patchen möglich ist, EPMM-Dienst temporär deaktivieren oder den administrativen Zugang vollständig sperren bis der Patch eingespielt wurde.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja