Betroffene Einrichtungen
Bereich
In PraisonAI vor Version 1.6.78 ermöglicht die Funktion CodeAgent._execute_python() die unkontrollierte Ausführung von LLM-generiertem Python-Code ohne AST-Validierung, Import-Beschränkungen oder Sandbox-Absicherung. Angreifer können über Prompt Injection den LLM-Output so beeinflussen, dass beliebiger Code auf dem Host-System ausgeführt und sämtliche Umgebungsgeheimnisse (Secrets, API-Schlüssel, Zugangsdaten) exfiltriert werden – der CVSS-Score von 10.0 unterstreicht die maximale Kritikalität. Sofern PraisonAI im Klinikumfeld als KI-Assistent oder Automatisierungskomponente betrieben wird – etwa in Verbindung mit Klinikinformationssystemen, Laborumgebungen oder cloudbasierten Diensten –, besteht das Risiko, dass Patientendaten offengelegt oder kritische Infrastrukturkomponenten kompromittiert werden. Betroffene Einrichtungen sollten unverzüglich auf die gepatchte Version aktualisieren und Secrets auf betroffenen Systemen als kompromittiert behandeln.
1 PraisonAI auf Version 1.6.78 oder höher aktualisieren, da erst ab dieser Version die Schwachstelle in CodeAgent._execute_python() behoben ist.
2. Bis zum Einspielen des Updates PraisonAI-Instanzen vom Netz trennen oder den Zugriff auf vertrauenswürdige interne Nutzer beschränken, um Prompt-Injection-Angriffe von außen zu verhindern.
3. Alle Umgebungsvariablen und Secrets (API-Schlüssel, Datenbankpasswörter, Zugangsdaten zu KIS/LIS/PACS) auf betroffenen Systemen als kompromittiert betrachten und umgehend rotieren.
4. Systemlogs der betroffenen PraisonAI-Instanzen auf Anzeichen von unberechtigter Code-Ausführung oder Datenexfiltration (z. B. ungewöhnliche ausgehende Verbindungen) prüfen.
5. Prüfen, ob PraisonAI in CI/CD-Pipelines oder automatisierten Workflows mit Zugriff auf Patientendaten oder klinische Systeme betrieben wird, und diese Verbindungen sofort isolieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja