Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine falsche Autorisierungsprüfung in der XML-RPC-API von Plesk vor Version 18.0.78.4 erlaubt es niedrig privilegierten Nutzern, Domains und FTP-Zugangsdaten anderer Mandanten im Klartext auszulesen. Da Plesk häufig für Webhosting klinischer Applikationen und Patientenportale genutzt wird, besteht ein reales Risiko für Datenverlust und Code-Ausführung unter fremden Systemkonten. CVSS 9.9 erfordert sofortige Patch- und Schutzmaßnahmen.
1 Sofort prüfen, ob Plesk in der Einrichtung eingesetzt wird und auf Version 18.0.78.4 oder höher aktualisieren.
2. Bis zum Patch den XML-RPC-Zugang auf vertrauenswürdige IP-Adressen beschränken oder temporär deaktivieren (Firewall-Regel).
3. Alle FTP-Zugangsdaten aller Plesk-Mandanten als kompromittiert betrachten und umgehend zurücksetzen.
4. Log-Auswertung: Zugriffe auf die XML-RPC-API auf verdächtige Mandanten-übergreifende Anfragen prüfen (z. B. domainlookup durch niedrig privilegierte Accounts).
5. Prüfen, ob über kompromittierte FTP-Credentials Webapplikationen (z. B. Patientenportale, KIS-Webfrontends) manipuliert wurden.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja