Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Schwachstelle in Langflow erlaubt es authentifizierten Angreifern, durch Manipulation der Flow-ID beliebige Workflows anderer Nutzer auszuführen – dies kann zur unbefugten Verarbeitung sensibler Daten, einschließlich Patientendaten, führen. Da Langflow als KI-Workflow-Plattform zunehmend in Gesundheitseinrichtungen zur Prozessautomatisierung eingesetzt wird, besteht ein erhöhtes Risiko für Datenschutzverletzungen und Manipulation klinischer Abläufe. Die Schwachstelle ist im CISA-KEV-Katalog als aktiv ausgenutzt gelistet, weshalb unmittelbarer Handlungsbedarf besteht.
1 Prüfen ob Langflow im Haus eingesetzt wird (z.B. als KI-Workflow-Plattform oder Automatisierungslösung) – Inventar abgleichen.
2. Langflow sofort auf die aktuelle gepatchte Version aktualisieren; falls kein Patch verfügbar, Zugriff auf die Instanz auf vertrauenswürdige Netzsegmente beschränken (Firewall-Regel, VPN-only).
3. Alle bestehenden Langflow-Flows auf unberechtigte Ausführungen prüfen (Audit-Logs auswerten) – insbesondere Flows mit Patientendatenbezug oder KIS-Anbindung.
4. Zugriffsberechtigungen auf Langflow-Instanzen auf das Minimum reduzieren (Least Privilege) und Multi-Faktor-Authentifizierung erzwingen.
5. Falls Langflow Patientendaten verarbeitet oder an KIS/LIS angebunden ist, Vorfall als potenziellen Datenschutzvorfall dokumentieren und Datenschutzbeauftragten informieren (DSGVO-Prüfung).
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja