⚠️ Mögliche Auswirkung auf Patientensicherheit

Betroffene Einrichtungen

🏥 Krankenhaus🏨 Fachklinik🏃 Rehaklinik🏡 Pflegeheim🔬 Labor🏢 Ambulantes Zentrum

Bereich

IT-InfrastrukturKIS-SoftwareLIS / RIS / PACSCloud-Dienste
Beschreibung

Microsoft SharePoint weist eine Schwachstelle in der Authentifizierung auf, die es einem nicht autorisierten Angreifer über das Netzwerk ermöglicht, eine Sicherheitsfunktion zu umgehen und sich dadurch unberechtigt Zugang zu geschützten Inhalten oder Funktionen zu verschaffen. Der Angriff erfordert laut Beschreibung keine lokale Präsenz und kann über das Netzwerk durchgeführt werden, was das Risiko einer Ausnutzung erheblich erhöht. SharePoint wird in Gesundheitseinrichtungen häufig als Intranet-Plattform, Dokumentenmanagementsystem und Kollaborationswerkzeug eingesetzt – sofern dort patientenbezogene Dokumente, medizinische Berichte oder KIS-nahe Informationen abgelegt sind, besteht bei erfolgreicher Ausnutzung ein reales Risiko für den Verlust von Patientendaten und die Verletzung des Datenschutzes. Angesichts der aktiven Aufnahme in die CISA Known Exploited Vulnerabilities-Liste ist eine sofortige Überprüfung und Aktualisierung betroffener SharePoint-Instanzen dringend geboten.

Handlungsempfehlung

1 Microsoft SharePoint umgehend mit dem aktuellen Sicherheitspatch patchen: Das zugehörige Microsoft Security Update über Windows Update bzw. Microsoft Update Catalog einspielen (Patch-Kategorie 'Authentication Bypass' für SharePoint Server – entsprechendes Update im Microsoft Security Response Center unter der Meldung zur schwachen Authentifizierung identifizieren und sofort anwenden).

2. Netzwerkzugang zu SharePoint-Instanzen einschränken: Zugriff auf SharePoint-Server über Firewall-Regeln auf autorisierte interne Netzsegmente und VPN-Zugänge begrenzen, bis der Patch vollständig ausgerollt ist.

3. Authentifizierungsprotokolle und Zugriffslogs auf SharePoint-Servern überprüfen: Verdächtige, nicht autorisierte Zugriffe oder Bypass-Versuche der letzten Wochen identifizieren und bei Auffälligkeiten einen Sicherheitsvorfall einleiten.

4. SharePoint-Berechtigungskonzept überprüfen: Sicherstellen, dass keine übermäßig breiten Berechtigungen vergeben sind, insbesondere für Verzeichnisse mit Patientendaten, KIS-Dokumenten oder medizinischen Berichten.

5. Sensibilisierung der IT-Abteilung und Meldepflichten prüfen: Bei aktivem Ausnutzungsnachweis im eigenen Haus BSI (DE) bzw. CERT.at (AT) oder BACS (CH) gemäß den geltenden Meldepflichten informieren.

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NIS2-Relevanz: •••    B3S: •••    ISG: ••ˆ    Meldepflicht DE: ja

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