Betroffene Einrichtungen
Bereich
In n8n-MCP vor Version 2.56.1 sind im HTTP-Modus mit aktivierter Multi-Tenancy (ENABLE_MULTI_TENANT=true) die lokalen Workflow-Versionssicherungen nicht mandantengetrennt gespeichert. Ein authentifizierter Tenant kann dadurch Workflow-Snapshots anderer Tenants lesen – inklusive vollständiger Node-Definitionen, Credential-Referenzen und Autorisierungs-Header – sowie deren Sicherungen löschen oder zerstören (CVSS 9.9). n8n-MCP wird als Automatisierungsplattform und KI-Integrationslayer eingesetzt und kann in Gesundheitseinrichtungen zur Prozessautomatisierung, Schnittstellenorchestrierung oder KI-gestützten Workflows genutzt werden; sofern dort patientenbezogene Daten oder klinische Systemzugänge über Workflows verarbeitet werden, besteht ein erhebliches Risiko für Datenschutzverletzungen und den Verlust von Systemzugangsdaten. Angesichts des kritischen CVSS-Scores ist eine sofortige Aktualisierung auf Version 2.56.1 sowie eine Überprüfung potenziell exponierter Zugangsdaten dringend geboten.
1 n8n-MCP auf Version 2.56.1 oder höher aktualisieren, da erst ab dieser Version die Tenant-Isolation für Workflow-Versionssicherungen korrekt umgesetzt ist.
2. Bis zur Aktualisierung Multi-Tenancy deaktivieren (ENABLE_MULTI_TENANT=false) oder den HTTP-Modus abschalten, um die fehlende Mandantentrennung zu mitigieren.
3. Alle gespeicherten Workflow-Snapshots auf unbefugte Zugriffe prüfen – insbesondere auf enthaltene Credential-Referenzen und Autorisierungs-Header anderer Tenants.
4. Zugangsdaten (API-Keys, Tokens, Authorization-Header), die in exponierten Workflow-Definitionen referenziert werden, umgehend rotieren und auf Missbrauch prüfen.
5. Zugriffsprotokolle (HTTP-Logs) des n8n-MCP-Servers auf verdächtige tenant-übergreifende Anfragen sichten und gemäß internem Sicherheitsvorfall-Prozess dokumentieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja