Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Use-After-Free-Schwachstelle in Google Dawn ermöglicht einem Angreifer, der den Browser-Renderer-Prozess kompromittiert hat, beliebigen Code via manipulierter HTML-Seiten auszuführen. Betroffen sind alle Chromium-basierten Browser (Chrome, Edge, Opera), die in Krankenhäusern häufig für webbasierte KIS-, RIS- und PACS-Anwendungen genutzt werden. Da die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird (CISA KEV), besteht akuter Handlungsbedarf für alle Einrichtungen im DACH-Raum.
1 Alle Chromium-basierten Browser (Chrome, Edge, Opera) auf allen Endgeräten und klinischen Workstations sofort auf die neueste Version aktualisieren.
2. Browser-basierte Anwendungen wie webbasierte KIS/RIS/PACS-Clients auf betroffene Chromium-Versionen prüfen und Hersteller kontaktieren.
3. Bis zum Patch-Abschluss den Zugriff auf externe, nicht vertrauenswürdige Webseiten über klinische Workstations per Proxy/Web-Filter sperren oder stark einschränken.
4. Endpoint Detection & Response (EDR) auf Anomalien im Zusammenhang mit Browser-Prozessen überwachen und Alerts auf verdächtige Code-Ausführung aus Renderer-Prozessen konfigurieren.
5. Inventar erstellen: alle Systeme mit Chromium-basierten Browsern (inkl. eingebettete Browser in Medizinsoftware) identifizieren und Patch-Status dokumentieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja