Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische Schwachstelle in Check Point Security Gateway ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern, die VPN-Authentifizierung via IKEv1 zu umgehen und ohne gültiges Passwort Remote-Access-Verbindungen aufzubauen. Da VPN-Gateways in Krankenhäusern zentraler Zugangspunkt zu KIS, PACS und klinischen Systemen sind, besteht ein erhebliches Risiko für Patientendaten und Betriebskontinuität. Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt (CISA KEV) und erfordert sofortiges Handeln.
1 Check Point Security Gateway sofort patchen: Hotfix für CVE gemäß Check Point Security Advisory installieren (support.checkpoint.com prüfen).
2. IKEv1 im VPN-Gateway deaktivieren oder auf IKEv2 migrieren, sofern alle Clients dies unterstützen.
3. VPN-Zugriffslogs der letzten 30 Tage auf ungewöhnliche Verbindungen ohne gültige Authentifizierung prüfen (unauthenticated Remote Access).
4. Temporär: Remote-Access-VPN auf IP-Whitelist bekannter Standorte einschränken und Multi-Faktor-Authentifizierung erzwingen.
5. Betroffene Gateway-Instanzen aus dem Netz nehmen oder segmentieren, bis der Patch eingespielt ist – insbesondere wenn keine sofortige Patch-Möglichkeit besteht.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja