Betroffene Einrichtungen
Bereich
Adobe ColdFusion bis Version 2025.9 und 2023.20 weist eine kritische Schwachstelle (CVSS 10.0) auf, die durch uneingeschränkten Datei-Upload beliebige Codeausführung ohne Benutzerinteraktion ermöglicht. Im Gesundheitswesen sind insbesondere Einrichtungen betroffen, die ColdFusion-basierte Web-Applikationen (z. B. Patientenportale, KIS-Schnittstellen) betreiben. Ein erfolgreicher Angriff kann zur vollständigen Kompromittierung des Servers und zum Verlust von Patientendaten führen.
1 Adobe ColdFusion sofort auf Version 2025.10 bzw. 2023.21 oder neuer patchen – kein Aufschub, da CVSS 10.0 und keine Benutzerinteraktion nötig.
2. ColdFusion-Server umgehend vom Netz isolieren bzw. WAF-Regeln aktivieren, um File-Upload-Endpunkte zu blockieren, bis der Patch eingespielt ist.
3. Alle ColdFusion-Instanzen im Netzwerk inventarisieren (inkl. eingebettete Web-Applikationen in KIS/RIS/PACS-Umgebungen) und Versionsstände prüfen.
4. Logfiles der ColdFusion-Server auf verdächtige Upload-Aktivitäten und Webshell-Artefakte untersuchen (speziell POST-Requests auf Upload-Verzeichnisse).
5. Upload-Verzeichnisse auf neu erstellte ausführbare Dateien (.cfm, .jsp, .php, .exe) prüfen und Ausführungsrechte für Web-Upload-Ordner serverseitig entfernen.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja