Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische Deserialisierungsschwachstelle in Microsoft SharePoint Server erlaubt authentifizierten Angreifern die Ausführung beliebigen Codes über das Netzwerk. Da SharePoint in Krankenhäusern häufig als Dokumenten- und Kollaborationsplattform eingesetzt wird und Abhängigkeiten zu KIS, PACS oder klinischen Prozessen bestehen können, ist ein sofortiges Patchen zwingend erforderlich. Die aktive Ausnutzung dieser Schwachstelle (CISA KEV) erhöht das Risiko eines vollständigen Systemkompromisses erheblich.
1 Sofort verfügbare Microsoft-Sicherheitsupdates für SharePoint Server einspielen und Patchstand über WSUS/SCCM verifizieren.
2. Netzwerkzugriff auf SharePoint-Server auf autorisierte Quell-IPs beschränken (Firewall-ACLs, Web Application Firewall aktivieren).
3. SharePoint-Auditlogs auf verdächtige Deserialisierungsaktivitäten und ungewöhnliche Remote-Code-Execution-Indikatoren prüfen (Event-IDs 5145, 4688).
4. Prüfen, ob SharePoint als Dokumentenplattform für KIS/PACS/RIS genutzt wird – bei Abhängigkeit betroffene Systeme isolieren und Notfallbetrieb vorbereiten.
5. Dienstkonten des SharePoint-Servers nach dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe überprüfen und privilegierte Konten vorsorglich rotieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja