⚠️ Mögliche Auswirkung auf Patientensicherheit

Betroffene Einrichtungen

🏥 Krankenhaus🏨 Fachklinik🏃 Rehaklinik🏡 Pflegeheim🔬 Labor🏢 Ambulantes Zentrum

Bereich

IT-InfrastrukturCloud-DiensteKIS-SoftwareLIS / RIS / PACS
Beschreibung

In Fluentd vor Version 1.19.3 ermöglicht eine unzureichende Validierung des ${tag}-Platzhalters in Dateipfad-Konfigurationen (z. B. dem path-Parameter des out_file-Plugins) einem Angreifer, durch das Senden präparierter Tags mit Path-Traversal-Zeichen beliebige Dateien auf dem Zielsystem zu schreiben oder zu überschreiben und so potenziell Remote Code Execution zu erlangen. Fluentd wird in IT-Infrastrukturen von Gesundheitseinrichtungen häufig zur zentralen Log-Aggregation und Weiterleitung von Ereignisdaten aus KIS-, LIS- oder PACS-Systemen sowie aus Cloud- und Monitoring-Umgebungen eingesetzt; sofern solche Deployments betrieben werden, besteht das Risiko, dass kritische Systemdateien manipuliert, Patientendaten kompromittiert oder angebundene klinische Systeme ausgefallen werden. Angesichts des kritischen CVSS-Scores von 9.8 und der Möglichkeit zur Codeausführung ist eine sofortige Aktualisierung auf Version 1.19.3 sowie eine vorübergehende Härtung der Konfiguration dringend geboten.

Handlungsempfehlung

1 Fluentd auf Version 1.19.3 aktualisieren, da diese Version die unzureichende Validierung des ${tag}-Platzhalters in Dateipfad-Konfigurationen (z. B. path-Parameter des out_file-Plugins) behebt und Path-Traversal-Angriffe verhindert.

2. Bis zur Einspielung des Updates alle Fluentd-Konfigurationen prüfen und den Einsatz von ${tag} in path-Parametern des out_file-Plugins deaktivieren oder durch statische, fest definierte Pfade ersetzen.

3. Netzwerkzugang zu Fluentd-Instanzen auf vertrauenswürdige interne Quellen beschränken und eingehende Tag-Werte durch vorgelagerte Firewallregeln oder ACLs filtern, um das Einschleusen bösartiger Tags zu erschweren.

4. Betroffene Systeme auf unerwartete Dateiänderungen oder neu erstellte Dateien außerhalb vorgesehener Verzeichnisse untersuchen (Integritätsprüfung), um eine mögliche bereits erfolgte Kompromittierung auszuschließen.

5. Inventar aller Fluentd-Deployments im Klinikumfeld (Log-Aggregation, SIEM-Anbindung, Monitoring-Pipelines) erstellen und Patch-Status zentral dokumentieren; Vorfall gemäß internem Incident-Response-Prozess eskalieren.

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