Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Cross-Site-Scripting-Schwachstelle in Microsoft Exchange Server ermöglicht es Angreifern, über Outlook Web Access (OWA) beliebigen JavaScript-Code im Browser von Nutzern auszuführen, was Session-Hijacking und den Diebstahl von Anmeldedaten ermöglicht. Da Exchange in Krankenhäusern häufig als zentrale Kommunikationsplattform und Schnittstelle zu KIS/LIS-Systemen dient, besteht ein erhöhtes Risiko für den Verlust sensibler Patientendaten. Einrichtungen sollten sofort patchen und den externen OWA-Zugang bis zur Absicherung einschränken.
1 Verfügbare Sicherheitspatches für Microsoft Exchange Server sofort über Windows Update oder Microsoft Update Catalog einspielen und Patchstand aller Exchange-Instanzen inventarisieren.
2. Outlook Web Access (OWA) vorübergehend einschränken oder deaktivieren, falls kein sofortiger Patch möglich ist – alternativ Zugang auf interne Netze limitieren und externe OWA-Exposition über Reverse Proxy prüfen.
3. Web Application Firewall (WAF) vor Exchange aktivieren und XSS-Filterregeln schärfen, um bösartige Script-Injektionen im HTTP-Traffic zu blockieren.
4. Browserseitige Sicherheitsheader (Content-Security-Policy, X-XSS-Protection) auf dem Exchange-Frontend prüfen und erzwingen, um Angriffsoberfläche zu reduzieren.
5. Protokolle des Exchange Servers und des OWA auf verdächtige Script-Injektionen oder ungewöhnliche Session-Aktivitäten rückwirkend analysieren und SIEM-Alarme für XSS-Muster aktivieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja