Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische SQL-Injection-Schwachstelle in LiteLLM (KI-API-Proxy) erlaubt Angreifern, die Datenbank des Proxys auszulesen und zu manipulieren, wodurch hinterlegte API-Zugangsdaten und Konfigurationen kompromittiert werden können. Da LiteLLM zunehmend als KI-Gateway in klinischen Umgebungen (z.B. für KIS-Integration, Dokumentation) eingesetzt wird, besteht potenziell Zugang zu sensiblen Patientendaten und Systemzugängen. Die Schwachstelle ist in CISA KEV gelistet und damit aktiv ausgenutzt, was eine sofortige Reaktion erfordert.
1 Prüfen ob LiteLLM (KI-Proxy/LLM-Gateway) im eigenen Netzwerk oder in Cloud-Infrastruktur betrieben wird und sofort auf die neueste gepatchte Version aktualisieren.
2. Datenbankzugriffe auf den LiteLLM-Proxy sofort auditieren: Logs auf ungewöhnliche SQL-Abfragen oder Datenbankzugriffe der letzten 90 Tage prüfen.
3. Alle im LiteLLM gespeicherten API-Keys und Zugangsdaten (z.B. für OpenAI, Azure, Anthropic) sofort rotieren, da diese möglicherweise kompromittiert sind.
4. LiteLLM-Instanz bis zum Patch vom Netz nehmen oder hinter strenge Netzwerksegmentierung (Whitelist, IP-Beschränkung) legen, um externen Zugriff zu verhindern.
5. Falls LiteLLM an KIS, PACS oder andere klinische Systeme angebunden ist, diese Integrationen auf verdächtige Aktivitäten prüfen und ggf. temporär deaktivieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja