Betroffene Einrichtungen
Bereich
In Oracle PeopleSoft Enterprise PeopleTools existiert eine Schwachstelle, bei der eine fehlende Authentifizierung für kritische Funktionen einem nicht authentifizierten Angreifer die vollständige Übernahme des Systems ermöglicht. Da PeopleSoft häufig als ERP- oder HR-Backend in Krankenhäusern betrieben wird und Patientendaten sowie administrative Prozesse verarbeitet, besteht ein erhebliches Risiko für Datenverlust und Betriebsausfälle. Die Schwachstelle ist von der CISA als aktiv ausgenutzt eingestuft und erfordert sofortiges Handeln.
1 Sofort prüfen, ob Oracle PeopleSoft Enterprise PeopleTools im Einsatz ist (insb. als ERP/HCM-Backend) und betroffene Versionen identifizieren.
2. Netzwerkzugang zu PeopleSoft-Instanzen umgehend auf bekannte IP-Bereiche beschränken (Firewall-Regeln, keine öffentliche Erreichbarkeit).
3. Verfügbare Oracle-Patches/CPU (Critical Patch Update) für PeopleTools sofort einspielen – Oracle-Support-Portal auf aktuellen Patch-Stand prüfen.
4. Logs der PeopleSoft-Systeme auf Anzeichen unauthentifizierter Zugriffe oder ungewöhnlicher Aktivitäten der letzten Wochen auswerten.
5. Falls kein sofortiges Patchen möglich: PeopleSoft-Dienste temporär vom Internet trennen und intern über WAF/Proxy mit erzwungener Authentifizierung absichern.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja