Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Directory-Traversal-Schwachstelle in Trend Micro Apex One (On-Premise) erlaubt einem lokalen, nicht authentifizierten Angreifer, eine serverseitige Key-Table zu manipulieren und darüber Schadcode auf alle verwalteten Endpunkte zu verteilen. Da Apex One typischerweise als zentrales Endpoint-Security-Tool in Krankenhäusern eingesetzt wird, ist bei erfolgreicher Ausnutzung eine breite Kompromittierung der IT-Infrastruktur – einschließlich klinischer Systeme – möglich. CISA stuft diese Schwachstelle als aktiv ausgenutzt ein, weshalb sofortiges Patchen höchste Priorität hat.
1 Trend Micro Apex One auf die aktuelle gepatchte Version aktualisieren (Hersteller-Advisory prüfen und verfügbaren Patch sofort einspielen).
2. Lokalen Zugriff auf den Apex One Server strikt einschränken: nur autorisierte Administratoren dürfen sich am Server anmelden (Prinzip der minimalen Rechtevergabe).
3. Server-Logs und Agent-Deployment-Protokolle auf unautorisierte Änderungen an der Key-Table sowie unerwartete Code-Deployments auf Endpunkten prüfen.
4. Bis zum Patch-Einsatz physischen und Remote-Zugang zum Apex One Server auf ein Minimum reduzieren und Monitoring auf auffällige Aktivitäten verschärfen.
5. Betroffene Apex One Agenten auf Endpunkten (PCs, Server) auf Anzeichen von Kompromittierung untersuchen, da manipulierter Code an alle verwalteten Geräte verteilt worden sein könnte.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja