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Bereich
Apache ActiveMQ enthält eine Schwachstelle zur unsachgemäßen Eingabevalidierung, die es Angreifern ermöglicht, beliebigen Code auf dem Server auszuführen – diese Schwachstelle wird laut CISA aktiv in der Praxis ausgenutzt. Im Gesundheitswesen ist ActiveMQ häufig als Middleware für HL7/FHIR-Nachrichten, KIS-Integration oder Laboranbindung im Einsatz, was bei erfolgreicher Kompromittierung kritische Patientenprozesse gefährden kann. Sofortiges Patchen sowie Netzwerksegmentierung des Message-Brokers sind dringend erforderlich.
1 Sofort prüfen, ob Apache ActiveMQ im Netzwerk betrieben wird (Standardport 61616/TCP scannen) und Version identifizieren – insbesondere auf Integrationsservern, ESB, KIS-Middleware.
2. ActiveMQ auf die aktuelle gepatchte Version aktualisieren (mindestens 5.15.16, 5.16.7, 5.17.6 oder 5.18.3 je nach Zweig).
3. Bis zum Patch: Netzwerkzugang zum ActiveMQ-Port (61616, 8161, 61613 u.a.) via Firewall auf vertrauenswürdige interne Systeme beschränken – keinen externen Zugriff erlauben.
4. Web-Konsole von ActiveMQ (Port 8161) sofort deaktivieren oder durch starke Authentifizierung absichern, falls nicht bereits geschehen.
5. Logs auf verdächtige Aktivitäten (Code-Injection-Versuche, unbekannte Prozesse, ungewöhnliche Netzwerkverbindungen vom ActiveMQ-Host) prüfen und SIEM-Alerting aktivieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja