Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische SQL-Injection-Schwachstelle in Fortinet FortiClient EMS ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern, über speziell gestaltete HTTP-Anfragen beliebigen Code auszuführen und damit die vollständige Kontrolle über das Endpoint-Management-System zu übernehmen. Da FortiClient EMS zentral alle Endgeräte im Netzwerk verwaltet, kann eine Kompromittierung zur Ausbreitung im gesamten Kliniknetz sowie zum Verlust von Patientendaten führen. Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt (CISA KEV) und erfordert sofortiges Handeln.
1 Fortinet FortiClient EMS sofort auf die von Fortinet bereitgestellte gepatchte Version aktualisieren (Sicherheitsadvisory FG-IR-24-007 prüfen).
2. Bis zur Einspielung des Patches den EMS-Server durch Firewall-Regeln auf vertrauenswürdige IP-Adressen beschränken und externen Zugriff unterbinden.
3. Protokolle des EMS-Servers auf verdächtige HTTP-Anfragen und ungewöhnliche SQL-Aktivitäten rückwirkend analysieren (mind. 30 Tage).
4. Endpoint-Sicherheitsrichtlinien überprüfen: sicherstellen, dass FortiClient-Agenten nur mit dem gepatchten EMS kommunizieren und keine Ausnahmeregeln aktiv sind.
5. Bei Verdacht auf Kompromittierung: Incident-Response einleiten, betroffene Systeme isolieren und Passwörter für Dienstkonten des EMS-Servers rotieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja