Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische Schwachstelle in Cisco Catalyst SD-WAN Controller und Manager ermöglicht es unauthentifizierten, remote agierenden Angreifern, die Authentifizierung vollständig zu umgehen und administrative Rechte zu erlangen. Da SD-WAN-Lösungen häufig das Rückgrat vernetzter Krankenhausinfrastrukturen bilden, droht bei erfolgreicher Ausnutzung ein vollständiger Netzwerkausfall oder die Kompromittierung klinischer Systeme (KIS, PACS, Patientenmonitoring). Wegen aktiver Ausnutzung (CISA KEV) ist sofortiges Handeln zwingend erforderlich.
1 Sofort prüfen, ob Cisco Catalyst SD-WAN Controller/Manager im Einsatz sind und betroffene Versionen identifizieren (Cisco Security Advisory konsultieren).
2. Verfügbare Patches von Cisco umgehend einspielen; bis zur Patchung den Managementzugang auf dedizierte, gesicherte Management-VLANs oder Out-of-Band-Netze beschränken.
3. Zugriff auf SD-WAN Controller/Manager aus dem Internet vollständig unterbinden – nur noch über interne Netzwerke oder gesichertes Jump-Host-Konzept erlauben.
4. Logs des SD-WAN Controllers auf unbekannte Admin-Logins oder ungewöhnliche Konfigurationsänderungen seit mindestens 90 Tagen rückwirkend analysieren (Indicator of Compromise).
5. Vorfall- und Änderungsmanagement aktivieren: Bei Verdacht auf Kompromittierung unverzüglich CISO und ggf. BSI/BACS/CERT.at informieren und Notfallplan für Netzwerkausfall vorbereiten.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja