Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Schwachstelle zur Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten in der SIMULIA Execution Engine (Release 2023 bis Release 2026) ermöglicht einem nicht authentifizierten Angreifer aus der Ferne die vollständige Ausführung beliebigen Codes auf dem betroffenen System — ohne dass ein Benutzerkonto oder vorherige Authentifizierung erforderlich ist. Mit einem CVSS-Score von 10.0 ist dies als maximal kritisch einzustufen. Sofern SIMULIA Execution Engine im Klinikumfeld betrieben wird — etwa im Bereich medizinischer Simulation, Forschung oder IT-Infrastruktur — können kompromittierte Server als Einfallstor in klinische Netzwerke dienen und den Zugriff auf Patientendaten, KIS oder PACS ermöglichen. Aufgrund der Schwere der Schwachstelle und des fehlenden Authentifizierungserfordernisses ist unverzügliches Handeln — Isolation betroffener Systeme und Einspielung verfügbarer Patches — dringend geboten.
1 SIMULIA Execution Engine sofort auf eine nicht betroffene Version außerhalb des Bereichs Release 2023–2026 aktualisieren bzw. Herstellerpatch von Dassault Systèmes einspielen, sobald verfügbar — bis dahin Systeme vom Netz isolieren.
2. Netzwerkzugang zur SIMULIA Execution Engine über Firewall-Regeln auf autorisierte interne Hosts beschränken und externen Zugriff vollständig sperren, um das Risiko unauthentifizierter Angriffe zu minimieren.
3. Alle Systeme, auf denen SIMULIA Execution Engine läuft, auf Anzeichen einer Kompromittierung untersuchen (verdächtige Prozesse, unerwartete Netzwerkverbindungen, Log-Anomalien).
4. Incident-Response-Plan aktivieren: betroffene Systeme isolieren, forensische Sicherung durchführen und ggf. BSI/BACS/CERT.at über den Vorfall informieren.
5. Inventar aller Installationen von SIMULIA Execution Engine im Haus erstellen und Patch-Management priorisieren; Hersteller-Sicherheitsadvisory kontinuierlich verfolgen.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja