⚠️ Mögliche Auswirkung auf Patientensicherheit

Betroffene Einrichtungen

🏥 Krankenhaus🏨 Fachklinik🏃 Rehaklinik🏡 Pflegeheim🔬 Labor🏢 Ambulantes Zentrum

Bereich

NetzwerkIT-Infrastruktur
Beschreibung

In Check Point SmartConsole besteht eine schwerwiegende Schwachstelle bei der Authentifizierung, die es einem nicht authentifizierten, entfernten Angreifer ermöglicht, einen Anwendungs-Login-Token zu erlangen und sich damit mit vollen administrativen Rechten anzumelden. Ein erfolgreicher Angriff gewährt vollständige Kontrolle über die Firewall-Management-Konsole, was die Manipulation von Sicherheitsregeln, Netzwerksegmentierungen und VPN-Konfigurationen ermöglicht. Check Point SmartConsole wird in Gesundheitseinrichtungen typischerweise zur zentralen Verwaltung von Perimeter-Firewalls und Netzwerksicherheitsrichtlinien eingesetzt; sofern dieses System im Klinikumfeld betrieben wird, kann ein Angreifer durch vollständigen administrativen Zugriff die gesamte Netzwerksicherheit kompromittieren, kritische Systeme wie KIS oder PACS erreichbar machen und so mittelbar die Patientensicherheit gefährden. Angesichts der aktiven Ausnutzung (CISA KEV) ist umgehender Handlungsbedarf geboten – Patchen und Zugriffsbeschränkung haben höchste Priorität.

Handlungsempfehlung

1 Check Point SmartConsole sofort auf die vom Hersteller bereitgestellte gepatchte Version aktualisieren (Check-Point-Sicherheitsbulletin prüfen und verfügbaren Hotfix/Fix-Build einspielen) und danach alle bestehenden Sitzungs-Token als kompromittiert betrachten und invalidieren.

2. Zugriff auf die SmartConsole auf vertrauenswürdige Management-Netzwerke und IP-Adressen beschränken (Firewall-Regeln, ACLs), sodass kein direkter Zugriff aus dem allgemeinen Klinik- oder Internet-Netz möglich ist.

3. Prüfen, ob in den SmartConsole-Logs unautorisierte Anmeldevorgänge oder unbekannte administrative Sitzungen stattgefunden haben, und bei Verdacht auf Ausnutzung umgehend Incident-Response-Prozesse einleiten.

4. Netzwerksegmentierung für das Firewall-Management-Netz überprüfen und sicherstellen, dass das Check-Point-Management-System nur aus einem dedizierten Admin-VLAN erreichbar ist.

5. Zuständige Stellen (BSI bei KRITIS-Einrichtungen, ggf. BACS/CERT.at) über eine mögliche Ausnutzung informieren und das interne ISMS-Risikoregister aktualisieren.

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