Betroffene Einrichtungen
Bereich
In Ivanti Endpoint Manager Mobile (EPMM) wurde eine schwerwiegende Code-Injection-Schwachstelle identifiziert, die es Angreifern ermöglicht, ohne Authentifizierung beliebigen Code auf dem Server auszuführen. Da EPMM zur Verwaltung mobiler Endgeräte im Klinikbetrieb eingesetzt wird, besteht ein erhebliches Risiko für die Integrität verwalteter Geräte sowie für den Schutz sensibler Patientendaten. Die Schwachstelle ist von der US-Behörde CISA als aktiv ausgenutzt eingestuft und erfordert sofortiges Handeln.
1 Ivanti EPMM sofort auf die aktuelle gepatchte Version aktualisieren (Ivanti Security Advisory prüfen und entsprechenden Patch einspielen).
2. Bis zur Patchinstallation den Zugang zu EPMM auf vertrauenswürdige interne Netzsegmente beschränken und externen Zugriff (Internet) auf die EPMM-Adminoberfläche über Firewall-Regeln blockieren.
3. Logs des EPMM-Servers auf ungewöhnliche Zugriffsversuche und verdächtige API-Aufrufe prüfen (insbesondere unauthentifizierte Zugriffe auf administrative Endpunkte).
4. Mobile-Device-Management-Profile und auf EPMM verwaltete Endgeräte auf unerwartete Konfigurationsänderungen oder unbekannte Apps kontrollieren.
5. Vorfall gemäß internem Meldeprozess dokumentieren und bei Hinweisen auf aktive Ausnutzung unverzüglich BSI (DE) bzw. BACS (CH) oder CERT.at (AT) informieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja