⚠️ Mögliche Auswirkung auf Patientensicherheit

Betroffene Einrichtungen

🏥 Krankenhaus🏨 Fachklinik🏃 Rehaklinik🏡 Pflegeheim🔬 Labor🏢 Ambulantes Zentrum

Bereich

EndgeräteKIS-SoftwareLIS / RIS / PACS
Beschreibung

Eine Out-of-Bounds-Lese- und Schreibschwachstelle in der Chromium-V8-JavaScript-Engine erlaubt Angreifern, über präparierte Webseiten beliebigen Code innerhalb der Browser-Sandbox auszuführen. Betroffen sind alle Einrichtungen, die Chrome, Edge oder andere Chromium-basierte Browser einsetzen – insbesondere für webbasierte KIS-, PACS- oder RIS-Anwendungen. Da die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird (CISA KEV), besteht akuter Handlungsbedarf durch sofortiges Browser-Patching.

Handlungsempfehlung

1 Google Chrome und Microsoft Edge auf allen Endgeräten sofort auf die aktuelle Version aktualisieren (Chrome >= 128, Edge entsprechend patchen) – Versionsstatus über WSUS oder Softwareverteilung prüfen.

2. Browser-Updates in der Softwareverteilung (z.B. SCCM/Intune) als kritisch einstufen und zwangsweise ausrollen, insbesondere auf Workstations mit Zugang zu KIS, PACS oder RIS.

3. Workstations in klinischen Bereichen (Pflege, Radiologie, Labor) priorisieren, da dort Browser-basierte Anwendungen (webbasiertes KIS, PACS-Viewer) aktiv genutzt werden und ein Sandbox-Escape zur Kompromittierung führen kann.

4. Bis zum vollständigen Patch-Rollout risikobasiert Web-Browsing auf klinischen Systemen einschränken (z.B. Webfilter/Proxy-Policies aktivieren, Aufruf unbekannter externer URLs blockieren).

5. Systeme mit eingebetteten Chromium-Browsern (z.B. medizinische Geräte-UIs, digitale Signage, Kiosk-Terminals) beim Hersteller auf Betroffenheit prüfen und ggf. vom Netz trennen.

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