Betroffene Einrichtungen
Bereich
IBM Db2 in den Versionen 11.5.0–11.5.9 und 12.1.0–12.1.4 erlaubt unauthentifizierten Angreifern die Remote-Codeausführung über einen fehlerhaften DRDA-Handshake. Da Db2 häufig als Datenbankbackend für KIS-, LIS- und RIS-Systeme im Gesundheitswesen eingesetzt wird, besteht ein erhebliches Risiko für den Ausfall kritischer Patientenversorgungssysteme sowie für den Verlust sensibler Patientendaten. Sofortiges Patchen und Netzwerkisolierung der Db2-Instanzen sind zwingend erforderlich.
1 IBM Db2 sofort auf die gepatchte Version aktualisieren (11.5.9 Fix Pack bzw. 12.1.4 Fix Pack oder höher gemäß IBM Security Bulletin).
2. DRDA-Port (Standard 50000/50001 TCP) in der Firewall auf vertrauenswürdige Quell-IPs beschränken und externen Zugriff sofort unterbinden.
3. Db2-Instanzen auf Anzeichen einer Kompromittierung untersuchen: unbekannte Prozesse, verdächtige Verbindungen im Netzwerklog und unerwartete Datenbankzugriffe prüfen.
4. KIS-, LIS- und RIS-Systeme, die Db2 als Backend nutzen, auf Verfügbarkeit und Integrität prüfen; ggf. Betrieb vorübergehend isolieren.
5. IBM-PSIRT-Advisory verfolgen und intern als kritisches Sicherheitsereignis dokumentieren; bei Verdacht auf aktive Ausnutzung BSI/BACS/CERT.at informieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja