Betroffene Einrichtungen
Bereich
In der Genshi Template Engine Version 0.7.9 ermöglicht eine Server-Side-Template-Injection-Schwachstelle (SSTI) einem nicht authentifizierten Angreifer die vollständige Übernahme des betroffenen Servers (Remote Code Execution). Einrichtungen, die Python-basierte Webanwendungen oder Kliniksysteme mit dieser Bibliothek betreiben, sind unmittelbar gefährdet. Angesichts des CVSS-Scores von 9.8 und der Möglichkeit eines kritischen Systemausfalls oder Patientendatenverlusts ist eine sofortige Prüfung und Aktualisierung zwingend erforderlich.
1 Genshi Template Engine sofort auf die aktuelle Version aktualisieren (ggf. Patch vom Hersteller einspielen) und Version 0.7.9 identifizieren sowie aus dem Betrieb nehmen.
2. Alle internen Webanwendungen und Dienste (KIS, LIS, Portale) auf Einsatz der Genshi-Bibliothek prüfen – auch indirekt über Python-basierte Frameworks.
3. Netzwerkzugriff auf betroffene Server temporär auf vertrauenswürdige Quellen beschränken (Firewall-Regeln, IP-Whitelisting), bis der Patch eingespielt ist.
4. Server-Logs auf ungewöhnliche Template-Ausdrücke oder Anzeichen von SSTI-Angriffen (z. B. unbekannte Prozessaufrufe, Shell-Aktivitäten) untersuchen und SIEM-Regeln entsprechend schärfen.
5. Softwarebestandsverzeichnis (SBOM) aktualisieren und zukünftige Abhängigkeiten auf bekannte Schwachstellen automatisiert überwachen (z. B. mit Dependency-Scan-Tools).
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja