Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische Schwachstelle in Palo Alto Networks PAN-OS ermöglicht Angreifern, Sicherheitsmechanismen zu umgehen und unautorisierte VPN-Verbindungen aufzubauen. Da PAN-OS-Firewalls in nahezu allen Gesundheitseinrichtungen als zentrale Netzwerk- und VPN-Infrastruktur eingesetzt werden, besteht das Risiko eines unbefugten Zugriffs auf klinische Systeme wie KIS oder PACS. Die Schwachstelle wird laut CISA aktiv ausgenutzt und erfordert sofortiges Handeln.
1 Sofort prüfen, ob PAN-OS in der betroffenen Version im Einsatz ist und verfügbare Sicherheits-Patches von Palo Alto Networks umgehend einspielen.
2. VPN-Zugriffsprotokolle auf unautorisierte oder ungewöhnliche Verbindungen der letzten Wochen analysieren und verdächtige Sessions sofort trennen.
3. Temporär Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle VPN-Zugänge erzwingen und nicht benötigte VPN-Dienste auf der Firewall deaktivieren.
4. Netzwerksegmentierung überprüfen: Sicherstellen, dass ein kompromittierter VPN-Zugang keinen direkten Zugriff auf KIS, PACS oder Medizingeräte-Netze ermöglicht.
5. Vorfall gemäß internem Meldeprozess dokumentieren und bei aktivem Ausnutzungsnachweis BSI bzw. BACS/CERT.at informieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja