Betroffene Einrichtungen
Bereich
n8n, eine weit verbreitete Workflow-Automatisierungslösung, weist eine kritische Schwachstelle auf, die es Angreifern ermöglicht, über die Ausdrucksauswertung beliebigen Code auf dem Server auszuführen. Im Gesundheitswesen wird n8n häufig für die Integration von KIS, LIS und externen APIs genutzt, wodurch bei einer Kompromittierung Patientendaten und angebundene Systeme gefährdet sein können. Die Schwachstelle ist laut CISA bereits aktiv ausgenutzt und erfordert sofortiges Handeln.
1 Prüfen ob n8n im eigenen Netzwerk oder als Cloud-Instanz eingesetzt wird (z.B. für Workflow-Automatisierung, HL7-Integrationen, API-Verbindungen zu KIS/LIS).
2. n8n sofort auf die aktuellste gepatchte Version aktualisieren – Changelogs auf fix für RCE in der Workflow-Expression-Engine prüfen.
3. Bis zum Patch: n8n-Instanzen vom öffentlichen Internet isolieren, Zugriff auf interne Netzwerksegmente beschränken und ausschließlich über VPN erreichbar machen.
4. Audit der n8n-Workflows durchführen: Prüfen ob externe oder nicht vertrauenswürdige Eingaben in Ausdrücke einfließen; verdächtige Workflows deaktivieren.
5. Logs der n8n-Instanz auf Anzeichen einer Kompromittierung untersuchen (unbekannte Workflow-Ausführungen, externe Verbindungen, ungewöhnliche Prozesse auf dem Host-System).
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja