Betroffene Einrichtungen
Bereich
In Zimbra Collaboration Suite (ZCS) der Versionen 10.x vor 10.0.18 sowie 10.1.x vor 10.1.13 ermöglicht die Classic UI eine gespeicherte Cross-Site-Scripting-Schwachstelle (Stored XSS), indem präparierte HTML-E-Mails mit CSS-@import-Direktiven eingeschleust werden, die beim Öffnen im Browser des Opfers beliebigen Skriptcode ausführen können. Ein Angreifer kann auf diese Weise Sitzungstoken stehlen, Benutzeraktionen im Webmailer imitieren oder weitere Angriffe auf die Arbeitsstation des betroffenen Nutzers einleiten. Zimbra ZCS wird in Gesundheitseinrichtungen häufig als zentrales E-Mail- und Groupware-System eingesetzt; sofern die Classic UI dort aktiv genutzt wird, besteht das Risiko, dass klinisches Personal durch manipulierte E-Mails kompromittiert wird, was in Verbindung mit anderen Systemen Auswirkungen auf den Klinikbetrieb und den Schutz sensibler Patientendaten haben kann. IT-Verantwortliche sollten die betroffenen Instanzen umgehend identifizieren und das Update priorisiert einplanen.
1 Zimbra ZCS auf Version 10.0.18 (für den 10.0-Zweig) bzw. 10.1.13 (für den 10.1-Zweig) oder neuer aktualisieren, um die Schwachstelle zu schließen.
2. Bis zur Einspielung des Updates prüfen, ob die Classic UI für Endnutzer deaktiviert oder auf die moderne UI umgestellt werden kann, um die Angriffsfläche zu reduzieren.
3. Interne Sensibilisierung des klinischen Personals für unerwartete oder unbekannte E-Mail-Absender sowie Überprüfung der E-Mail-Filterregeln auf eingehende HTML-Nachrichten mit externen CSS-Referenzen.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja