Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Stack-basierte Buffer-Overflow-Schwachstelle in F5 BIG-IP APM ermöglicht Angreifern die Remote-Codeausführung auf dem betroffenen System. Da BIG-IP häufig als zentrales Netzwerk- und VPN-Gateway in Krankenhäusern eingesetzt wird, besteht bei erfolgreicher Ausnutzung ein hohes Risiko für den Ausfall kritischer klinischer Systeme (KIS, PACS) sowie den Zugriff auf Patientendaten. Die Schwachstelle ist laut CISA bereits aktiv im Einsatz und erfordert sofortiges Handeln.
1 F5 BIG-IP APM sofort auf die gepatchte Version aktualisieren (F5 Security Advisory prüfen und entsprechenden Hotfix einspielen).
2. Bis zum Patch-Einsatz: Zugriff auf das BIG-IP Management-Interface auf vertrauenswürdige IP-Adressen beschränken und nicht benötigte APM-Funktionen deaktivieren.
3. Netzwerkverkehr auf das BIG-IP-System auf verdächtige Aktivitäten (ungewöhnliche Verbindungsversuche, Buffer-Overflow-Indikatoren) mittels IDS/IPS überwachen.
4. Prüfen, ob BIG-IP als VPN-Gateway oder zentraler Netzwerkzugangspunkt für KIS, PACS oder Medizingeräte genutzt wird – bei Kompromittierung sofortigen Incident-Response-Prozess einleiten.
5. CISA KEV-Eintrag bestätigt aktive Ausnutzung: Vorfall gemäß NIS2/B3S dokumentieren und bei Betrieb in KRITIS-Einrichtung Meldung an BSI vorbereiten.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja