Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Cross-Site-Scripting-Schwachstelle in Synacor Zimbra ZCS erlaubt Angreifern, beliebigen JavaScript-Code in der Sitzung authentifizierter Nutzer auszuführen und so Sitzungs-Token sowie vertrauliche E-Mail-Inhalte (inkl. Patientendaten) zu stehlen. Da Zimbra im Gesundheitswesen häufig für die interne und externe Kommunikation – teils auch für KIM-Anbindungen – eingesetzt wird, besteht ein erhöhtes Risiko für Datenschutzverletzungen und unbefugten Zugriff auf medizinische Informationen. Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt (CISA KEV) und erfordert sofortiges Handeln.
1 Zimbra ZCS sofort auf die aktuelle gepatchte Version aktualisieren (Hersteller-Advisory prüfen und verfügbaren Patch einspielen).
2. Prüfen, ob Zimbra ZCS für den Versand/Empfang von Patientendaten (KIM, interne Kommunikation) genutzt wird – ggf. Zugang temporär einschränken.
3. Webmail-Zugang von außen (Internet-facing) bis zum Patchen über WAF oder Zugangsbeschränkung (IP-Whitelist/VPN-Zwang) absichern.
4. Server-Logs und Mailsystem-Logs auf verdächtige JavaScript-Injektionen oder Session-Hijacking-Anzeichen (Cookie-Diebstahl, ungewöhnliche Logins) prüfen.
5. Benutzer und Administratoren informieren, keine unerwarteten Links in Zimbra-E-Mails zu öffnen, bis der Patch eingespielt ist.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja