Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine fehlerhafte CORS-Konfiguration in Langflow in Kombination mit einem unsicher gesetzten Refresh-Token-Cookie (SameSite=None) erlaubt es Angreifern über präparierte Webseiten, authentifizierte API-Endpunkte mit gestohlenen Tokens anzusprechen und beliebigen Code auszuführen. Bei Einsatz von Langflow in klinischen Datenintegrations-, KI- oder Automatisierungsprojekten besteht das Risiko einer vollständigen Systemkompromittierung mit potenzieller Gefährdung von Patientendaten. Healthcare-IT-Verantwortliche sollten den Betrieb dieser Komponente sofort überprüfen und absichern.
1 Sofort prüfen, ob Langflow im Einsatz ist (z. B. als KI-/Automatisierungsplattform in Datenintegrations- oder Analyseprojekten) und Version identifizieren.
2. Langflow umgehend auf die aktuelle gepatchte Version aktualisieren oder den Dienst bis zur Behebung vom Netz nehmen.
3. CORS-Konfiguration in Langflow auf strikt notwendige Origins einschränken und SameSite-Attribut des Refresh-Token-Cookies auf 'Strict' oder 'Lax' setzen.
4. Netzwerkzugang zu Langflow-Instanzen auf vertrauenswürdige interne Netze beschränken (Firewall-Regeln, kein direkter Internetzugang) und laufende Sessions invalidieren.
5. Logs auf verdächtige Cross-Origin-Anfragen an den /refresh-Endpunkt prüfen und bei Verdacht auf Kompromittierung Incident-Response-Prozess einleiten sowie betroffene Token sperren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja