Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine ungepatchte Schwachstelle in Oracle WebLogic Server ermöglicht unauthentifizierten Angreifern mit Netzwerkzugang über die Protokolle T3 und IIOP vollständigen Zugriff auf alle verarbeiteten Daten. Im Gesundheitswesen besteht ein erhebliches Risiko für den Abfluss von Patientendaten sowie den Ausfall kritischer Anwendungen wie KIS oder PACS, die häufig auf WebLogic basieren. Da die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird (CISA KEV), ist sofortiger Handlungsbedarf für alle Einrichtungen mit Oracle WebLogic im Einsatz gegeben.
1 Netzwerkzugriff auf T3- und IIOP-Ports (7001, 7002, 8001) des WebLogic Servers sofort über Firewall-Regeln auf vertrauenswürdige Hosts beschränken oder vollständig blockieren.
2. Oracle Critical Patch Update (CPU) für die eingesetzte WebLogic Server Version umgehend einspielen – aktuelle Patches unter support.oracle.com prüfen und installieren.
3. WebLogic-Instanzen auf ungewöhnliche Verbindungen und Zugriffsversuche über T3/IIOP in den Server-Logs analysieren (Indikatoren für bereits erfolgte Kompromittierung suchen).
4. Prüfen, ob WebLogic als Applikationsserver für KIS, RIS oder PACS-Backend genutzt wird – bei Bestätigung Systemverantwortliche sofort einbeziehen und ggf. kontrollierten Neustart planen.
5. Temporär T3-Protokoll deaktivieren (sofern nicht betriebsnotwendig) über WebLogic Administration Console unter Security > Advanced: T3 auf Allowlist einschränken oder deaktivieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja