Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine kritische Path-Traversal-Schwachstelle in ConnectWise ScreenConnect ermöglicht Angreifern die Ausführung beliebigen Codes auf betroffenen Systemen sowie den Zugriff auf vertrauliche Daten und kritische Infrastruktur. Da ScreenConnect weit verbreitet als Fernwartungslösung im Gesundheitswesen eingesetzt wird, besteht ein erhebliches Risiko für KIS, PACS und Patientendaten. Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt (CISA KEV) und erfordert sofortiges Handeln.
1 ConnectWise ScreenConnect sofort auf die aktuelle gepatchte Version aktualisieren (Version 23.9.8 oder höher gemäss ConnectWise-Advisory).
2. Alle aktiven ScreenConnect-Instanzen identifizieren und prüfen, ob der Dienst über das Internet erreichbar ist – nicht zwingend benötigte Instanzen sofort deaktivieren oder hinter VPN stellen.
3. Logs auf verdächtige Zugriffe und Path-Traversal-Muster prüfen (z. B. ungewöhnliche Dateipfad-Anfragen, unautorisierte Verbindungen zu kritischen Systemen wie KIS/PACS).
4. Netzwerksegmentierung überprüfen: Sicherstellen, dass ScreenConnect-Server keinen direkten Zugriff auf klinische Systeme (KIS, PACS, LIS) ohne Firewall-Filterung hat.
5. Incident-Response einleiten, falls Kompromittierung nicht ausgeschlossen werden kann: Systemabbild sichern, Passwörter aller Dienstkonten zurücksetzen, BSI/BACS/CERT.at je nach Einrichtungstyp informieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja