Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Use-After-Free-Schwachstelle in Apple iOS und iPadOS ermöglicht einer Schadapp die Ausführung beliebigen Codes mit Kernel-Privilegien. Da iPads und iPhones im Klinikalltag verbreitet für KIS-Zugriff, PACS-Viewer und Patientenkommunikation genutzt werden, besteht ein erhöhtes Risiko für Datenverlust und Systemkompromittierung. Die Schwachstelle ist laut CISA aktiv ausgenutzt (KEV-Liste) und erfordert sofortigen Patch-Einsatz über MDM.
1 Sofort iOS/iPadOS auf die aktuell von Apple bereitgestellte Patch-Version aktualisieren (Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate) – insbesondere auf klinisch genutzten iPads.
2. MDM-System (z.B. Jamf, Intune) prüfen: Patch-Compliance-Report erstellen und alle nicht-aktualisierten Geräte identifizieren und umgehend patchen oder sperren.
3. iPads und iPhones, die direkt an Patientenversorgung, PACS-Viewer, KIS-Zugang oder Medizingerätesteuerung angebunden sind, priorisiert behandeln und bis zum Patch vom Netz trennen.
4. Überprüfen, ob nicht verwaltete (BYOD) iOS-Geräte mit Zugriff auf klinische Systeme (KIS, PACS, ePA, KIM) im Einsatz sind – diese temporär aus dem klinischen Netz ausschließen.
5. Vorfall in internem Patch-Tracking dokumentieren; bei Hinweis auf aktive Ausnutzung im eigenen Netz Meldeprozess gemäß NIS2/B3S/NISG prüfen und ggf. BSI/CERT.at/BACS informieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja