Betroffene Einrichtungen
Bereich
In Rockwell Automation Studio 5000 Logix Designer (ab Version 21) sowie RSLogix 5000 (Versionen 16 bis 20) kann ein nicht authentifizierter Angreifer einen Schlüssel-basierten Verifikationsmechanismus umgehen und sich damit unerlaubt gegenüber einer Vielzahl von Logix-Controllern authentifizieren – darunter CompactLogix-, ControlLogix-, DriveLogix-, GuardLogix- und SoftLogix-Systeme. Ein erfolgreicher Angriff ermöglicht somit vollen, unautorisierten Zugriff auf die betroffenen speicherprogrammierbaren Steuerungen ohne gültige Zugangsdaten. Rockwell-Logix-Steuerungen werden in Gesundheitseinrichtungen typischerweise zur Automatisierung gebäudetechnischer Anlagen wie Lüftung, Klimatisierung oder medizinischer Versorgungssysteme eingesetzt; sofern solche Systeme im Klinikumfeld betrieben werden, kann ein unautorisierter Controller-Zugriff die Verfügbarkeit und Sicherheit kritischer Infrastrukturen gefährden. IT- und Sicherheitsverantwortliche sollten umgehend prüfen, ob betroffene Versionen im Einsatz sind, und verfügbare Mitigationsmaßnahmen des Herstellers vorrangig umsetzen.
1 Rockwell-Herstellerhinweis (Security Advisory) konsultieren und die vom Hersteller bereitgestellten Patches oder Firmware-Updates für Studio 5000 Logix Designer (ab Version 21) und RSLogix 5000 (Versionen 16–20) einspielen; bis zur Verfügbarkeit eines Patches den Netzwerkzugang zu betroffenen Logix-Controllern auf autorisierte Systeme und Nutzer beschränken (z. B. per Firewall-Regeln und VLAN-Segmentierung).
2. Netzwerksegmentierung überprüfen und sicherstellen, dass Logix-Controller nicht aus ungesicherten Netzwerkbereichen (z. B. Office-IT oder dem Internet) erreichbar sind.
3. Zugriffsprotokolle der betroffenen Controller auf verdächtige Authentifizierungsversuche oder unautorisierte Verbindungen hin analysieren und ein kontinuierliches Monitoring für industrielle Steuerungssysteme (ICS/OT) etablieren.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja