Betroffene Einrichtungen
Bereich
In mehreren Hikvision-IP-Kamerasystemen der DS-2CD-, DS-2DF- und DS-2CD63xx-Serien wurde eine fehlerhafte Authentifizierungslogik entdeckt, die es einem nicht ausreichend verifizierten Angreifer ermöglicht, seine Berechtigungen auf dem betroffenen Gerät zu eskalieren und auf schützenswerte Informationen zuzugreifen. Die Schwachstelle liegt in einem unzureichenden Authentifizierungsmechanismus, der bei bestimmten Firmware-Versionen (betroffen sind zahlreiche Builds zwischen 2014 und 2016) nicht korrekt prüft, ob ein Benutzer die erforderlichen Rechte besitzt. Hikvision-Kameras werden in Gesundheitseinrichtungen häufig zur Gebäude- und Zugangskontrolle sowie zur Überwachung sensibler Bereiche wie Stationen oder Medikamentenlager eingesetzt – sofern solche Geräte dort betrieben werden, könnte ein erfolgreicher Angriff die physische Sicherheit gefährden und unbefugten Zugang zu Kamera-Feeds mit Patientenbezug ermöglichen. Betroffene Geräte sollten umgehend identifiziert und die verfügbaren Firmware-Updates eingespielt werden.
1 Firmware aller betroffenen Hikvision-Geräte (DS-2CD2xx2F-I, DS-2CD2xx0F-I, DS-2CD2xx2FWD, DS-2CD4x2xFWD, DS-2CD4xx5, DS-2DFx, DS-2CD63xx) auf die vom Hersteller bereitgestellte gepatchte Version aktualisieren – alle Builds bis einschließlich der in der Schwachstellenbeschreibung genannten Höchstversionen (z. B. DS-2CD2xx2F-I bis Build V5.4.0 build 160530) sind zu ersetzen; Hikvision-Supportseite auf verfügbare Nachfolge-Firmware prüfen.
2. Netzwerkzugang zu betroffenen Kamera-Management-Interfaces auf autorisierte Management-Systeme beschränken (z. B. per VLAN-Segmentierung und Firewall-Regeln), um die Angriffsfläche bis zur Aktualisierung zu reduzieren.
3. Bestandsaufnahme aller im Haus betriebenen Hikvision-Geräte inkl. Firmware-Versionen durchführen und einen regelmäßigen Patch-Prozess für Netzwerkkameras und IoT-Komponenten im Sicherheitskonzept verankern.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja