Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Schwachstelle in Microsoft Visual Basic for Applications erlaubt es Angreifern, über manipulierte Bibliotheken beliebigen Code aus der Ferne auszuführen. Da VBA in Office-Anwendungen weit verbreitet ist und häufig in KIS-, LIS- und PACS-Umgebungen genutzt wird, besteht ein erhebliches Risiko für klinische IT-Systeme und damit für die Patientensicherheit. Die Schwachstelle wird laut CISA aktiv ausgenutzt und erfordert sofortiges Handeln.
1 Betroffene Microsoft Office- und VBA-Versionen identifizieren und verfügbare Patches über Windows Update bzw. WSUS sofort einspielen.
2. Makro-Ausführung in Office-Anwendungen per Gruppenrichtlinie (GPO) auf signierte Makros beschränken oder vollständig deaktivieren, sofern nicht betrieblich erforderlich.
3. DLL-Safe-Search-Mode via Registry (CWDIllegalInDllSearch) auf allen Windows-Endpunkten und Servern aktivieren, um unsicheres Library Loading zu unterbinden.
4. EDR/Antivirus-Signaturen aktualisieren und gezielt auf VBA-basierte Angriffsmuster (z. B. verdächtige DLL-Ladevorgänge aus Temp-Verzeichnissen) überwachen.
5. KIS-, LIS- und PACS-Hersteller kontaktieren, um sicherzustellen, dass dort eingebettete VBA-Komponenten ebenfalls gepatcht oder abgesichert sind.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja