Betroffene Einrichtungen
Bereich
Eine Heap-basierte Pufferüberlauf-Schwachstelle in Adobe Acrobat und Reader ermöglicht Angreifern durch manipulierte PDF-Dateien die remote Ausführung beliebigen Codes. Im Gesundheitswesen ist dies besonders kritisch, da PDF-Verarbeitung von Patientendokumenten, Befunden und Formularen allgegenwärtig ist und ein Angriff zur Kompromittierung von KIS/RIS/PACS-Systemen sowie zum Verlust von Patientendaten führen kann. Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt (CISA KEV) und erfordert sofortiges Handeln.
1 Adobe Acrobat und Reader auf allen Endgeräten und Servern sofort auf die aktuelle Version patchen (Adobe Security Bulletin prüfen).
2. Bis zur Patches-Installation: Öffnen von PDF-Dateien aus unbekannten oder externen Quellen in Adobe Acrobat/Reader unterbinden und Nutzer sensibilisieren.
3. Protected Mode und Protected View in Adobe Acrobat/Reader aktivieren (Bearbeiten > Einstellungen > Sicherheit) als Zwischenmassnahme.
4. Systeme mit KIS/RIS/PACS-Anbindung priorisiert patchen, da dort PDF-Verarbeitung von Patientendokumenten und Befunden typisch ist.
5. Endpoint-Detection-Lösungen (EDR/AV) auf aktuelle Signaturen prüfen und Logs auf verdächtige PDF-bezogene Prozessaufrufe (z. B. Acrobat spawnt cmd.exe) untersuchen.
NIS2-Relevanz: ••• B3S: ••• ISG: ••ˆ Meldepflicht DE: ja